Dienstag, 20. Juli 2010

Wow, ist das viel!

Zweitausend Hände am Tag. Ich war noch nie der Vielspieler und werde das wohl leider niemals werden. Die ist wohl auch der Grund, warum ich im innerhalb des letzten Jahres gar nicht gespielt habe, nur für Videoproduktion habe ich mich gelegentlich an die Tische gesetzt. Nun als Berufspokerspieler bin ich dabei zu lernen, was ich nie konnte: Grinden! Wie man am Challenge Graphen sieht, gelingt mir das jedoch mehr schlecht als recht. 2.000 Hände sind mir momentan einfach tatsächlich zu viel. Vor meiner langen Pokerpause habe ich am Tag auch nie mehr als 400 Hände gespielt und selbst das war für mich schon viel. Naja, ich will hier nicht herumjammern, ich werde weiterhin regelmäßig den Graphen mit den gespielten Händen eintragen und nehme mir vor täglich 1k Hände zu spielen. Wenn das gut klappt, werde ich die Handanzahl zukünftig langsam weiter erhöhen. Wobei ich in den nächsten Tagen vielleicht ein paar kleine Pausen einlegen werde, da ich mich um andere Dinge kümmern muss. Worum es sich dabei genau handelt, möchte ich momentan noch nicht sagen. Ich kann aber verraten, dass es mit der Videoproduktion zu tun hat ;-)

Ansonsten läuft es aber an den Tischen sehr gut. Meine Bankroll liegt jetzt bei fast $4k. Ich mache bei fast jeder Session Gewinn. Dennoch gibt es immer mal wieder ein paar schlechte Session. An dem Tag, an dem ich 2k Hände geschafft habe (Rekord!), ging es 100 Big Bets down (Rekord!), so viel, wie ich noch nie auf einmal verloren habe. Aber zum Glück konnte ich das in den nächsten beiden Tagen wieder einspielen. Langsam sollte ich endlich auf 3/6 aufsteigen, aber die Tische sind deutlich tagiger, was mich bisher noch ein bisschen zögern lässt.

Das nächste Blogupdate von mir gibt es am Freitag mit der zweiten Session von Surf the Limits.

Das heutige Foto zeigt ein Panorama von Marsalforn, der Stadt in der wir wohnen. Marsalforn ist der beliebteste Badeort Gozos. Entsprechend finden sich hier viele Hotels, Restaurants, Bars und Tauchschulen. Ursprünglich war Marsalforn nur ein kleines Fischerdorf und noch heute sieht man wie die Fischer jeden Morgen aufs Meer hinausfahren. Wir wohnen in der Mitte oben, auf der rechten Seite der Bucht. Ganz rechts sieht man Tas-Salvatur, ein 12 Meter hohes Abbild von Jesus von Nazaret, angelehnt an das berühmten brasilianischen Vorbild. Marsalforn ist mit Abstand der schönste Ort, an dem ich jemals leben durfte.

7 Kommentare:

  1. Hallo Erich, finde deine Entscheidung wegen den Händen/Tag gut. Lieber kontinuierlich 1k/Tag als ne Woche 2k durchballern und dann 2-3 Wochen gar keine Lust mehr zu haben. Wenn es gute Tische sind und es gut läuft, kannst du dann ja etwas 'überziehen'.

    Gruß
    Sascha

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  2. Hey Liverix!
    Ich muss sagen, dass ich 2k Haende/Tag auch schwierig zu schaffen faende. Vielleicht hilft es, wenn man sich diesen "Haufen" aufteilt und morgens,mittags und abends eine Session spielt. Und sich selbst dafuer Belohnungen setzt: "Wenn ich jetzt spiele, werde ich mir danach etwas leckeres zu Essen kochen, einen Spaziergang machen, einen Krimi lesen..." Man sollte dann versuchen, diese Dinge als Entspannung zu verstehen und mehr auszuleben. Weiterhin sollte man versuchen, diesen Wechsel zwischen Konzentration und Entspannung schnell zu vollziehen.
    Wenn man keine Lust mehr am Spielen hat, sollte man wohl auch besser aufhoeren und es nicht ueberstrapazieren. Auf die naechste Session wird man sich dann noch weniger freuen.

    Das sind nur Ideen, wie man diesem Problem begegnen koennte. Ich weiss nicht, ob sie wirklich gut sind, ich habe in dem Bereich kein Wissen - mir fielen sie nur gerade spontan ein :)

    Gruss,
    Churib

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  3. weiß nicht ob ichs schonmal gesagt hab ..
    aber arbeitszeiten festlegen und die einhalten sollte helfen ..

    je nach qualität der tische hat man da allerdings nicht soviel auswahl und muss die vll anpassen ..

    ansonsten mache ich dann gerne wenn die tische nicht gut sind theorie, video, hönde analysieren .. aber das wird euch bei der handanzahl ja nicht helfen :)

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  4. Hey Leute,

    viele gute Tipps dabei. Die hohe Anzahl an Händen ist mittelfristig auf jeden Fall anzustreben, da es sich um unseren Job handelt. Erich tastet sich langsam an das Pensum ran. Ich versuche es ähnlich zu machen, wie Churib es beschreibt. Möglichst nicht alles am Stück spielen. Zwischendurch lesen, Starcraft spielen, Musik hören oder eine Serie gucken. Durch diese Taktik kann man auch noch ganz gut steuern an welchen Tischen man spielt. Wenn ich mir vornehme 500 Hände zu spielen und nach 300 Händen sind die Tische schlecht, ist es kein Problem auch mal abzubrechen und dafür die nächste Session etwas zu verlängern.

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  5. Starcraft ist ganz klar -EV ;)

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  6. Ach Heiko, ist doch nur zwischen den Pokersessions^^

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  7. Ich versuche immer mal wieder über den Tag verteilt regelmäßig Sessions einzustreuen und pro Session auf eine bestimmte Minutenzahl zu kommen. Verwende dazu einen Timer, an den ich mich richte. Das hat in den letzten Tagen ganz gut geklappt. Mal schauen wie es weitergeht :-) Aber ansonsten ist es so, wie Foxi es sagt. Die hohe Handanzahl ist auf jeden Fall baldigst anzustreben. Außerdem will ich dieses Jahr Supernova werden, aber dazu wird es vielleicht einen eigenen Blogposting geben.

    @Uni: Ich spiele keine Computerspiele ;-) Aber habe dafür natürlich andere Laster...

    @Churib: Das Prinzip der Belohnungen ist mir bekannt, habe es aber noch nie ausprobiert. Vielleicht sollte ich es mal wirklich austesten, verlieren kann ich dabei ja nichts, aber viel gewinnen wenn es gut funktioniert. Danke Dir für den Tipp!

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