Freitag, 23. Juli 2010

Surf the Limits – $.10/$.20 Session 2

Bei der zweiten Session vom 'Surf the Limits' widme ich mich sehr ausführlich dem Thema Bet for FreeSD vs. Checkbehind Turn. Insbesondere mit Khigh ist es nicht immer leicht abzuschätzen, ob wir noch vorne sind und auf welcher der beiden großen Straßen man noch eine Big Bet investieren möchte. Ich hoffe, dass ich mit dem ersten Teil ein bisschen mehr Klarheit schaffen kann und Euch vielleicht sogar ein paar Denkanstößen zu diesem Thema geben kann. Beim zweiten Teil werden verschiedene Themen angesprochen, unter anderem gegnerische Flopchecks mit Initiative und 3handed Purebluffs.

Ich wünsche Euch viel Spaß bei der zweiten Session!

Session 2 (Teil 1):


Session 2 (Teil 2):

5 Kommentare:

  1. Anmerkung Teil 2:
    Min 13 – Bei JTo spreche ich über den Purebluff, wir dürfen jedoch nicht ignorieren, dass wir gegen die gegnerische b/c Range noch häufig 6 Outs haben, so dass man hier sogar von einem Semibluff sprechen kann, so dass wir deutlich weniger als 22% Foldequity benötigen. Damit wird der Bluff noch profitabler.
    Min 22 – Mit K8s haben wir nun sogar zum Gutshot improved, so dass wir sogar noch eher betten sollten, da wir damit unsere Equity besser realisieren können als mit c/f und darauf zu hoffen, dass er behind checkt.

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  2. Moin,
    erste Hand oder allgemein am Anfang...
    Er raist aus MP3 und nicht aus MP2 oder?!
    Was für eine Range gibst du dem Gegner, denn aus der Position sind kleinere Asse doch selten und Q8o oder ähnliches auch nicht Standard?
    Wieso ist KJo eine 3-bet vom BU gegen MP3 openraise???
    Also irgendwie eine Einführung zu Gegner und Chart oder so, damit man Grundlagen die du annimmst versteht würde ich besser finden...so dann schaue ich mal weiter ;-)
    Ahso bevor ich es vergesse - sehr schöner Blog und die Videos sind gut anzuschauen.
    Weiter so

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  3. Hallo Zethos!

    Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wenn ich ehrlich bin, ich habe nicht die geringste Ahnung wie die Range vom Gegner aussieht. Jeder benutzt ein anderes Chart, einige sind looser, andere tighter. Viele spielen Preflop nach Gefühl und gerade auf .1/.2 ist alles möglich. Wenn ich an einem .1/.2 standardmäßig davon ausgehen muss, dass die Gegner in etwa so wie ich spielen, dann muss die Tableselection optimiert werden ;-)
    Mir geht es bei den Analyse nicht darum die perfekte Spielweise einer ganz bestimmten Situation zu ermitteln, sondern einen analytischen Weg zu zeigen zum Ziel zu kommen. Ist dieser Weg erlernt, so kann man, je nach eigenen Annahmen, selbst eine Lösung für die Hand finden. Doch bei meinen Videos geht es nie um bestimmte Situationen bei bestimmten Ranges bei bestimmten Annahmen.
    Ob er hier nun looser openraised mit mehr Ahighs in seiner Range, gegen den wir hinten sind, oder tighter openraised mit weniger Trash wie Q9, J9, gegen den wir vorne gewesen wären, ist mir dabei eigentlich recht egal.

    Aber natürlich verstehe ich Deine Intention voll und ganz, denn das Standard Vorgehen ist 1. feste Annahmen mit fester Range und dann 2. davon im Zweifelsfall leicht abweichen ('Wäre er nun aggressiver, dann ändert sich die Entscheidung ein wenig, weil...').
    Aber dennoch möchte ich da ein bisschen flexibler sein, weil die Gegner sich nur selten in ein Chart pressen lassen können, erst recht nicht auf .1/.2. Wenn wir den Read haben, dass er ein TAG ist, dann ist das wiederum etwas ganz anderes.
    Letztendlich hat er hier auch 33 aus MP geopenraised, was man laut Chart erst mit 55 macht, was aber ergebnisorientiert ist.

    Und Du hast Recht, der Gegner kommt aus MP3, doch ich sage auch nicht, dass er aus MP2 kommt, oder? Ich verwende dafür andere Bezeichnungen -> EP, MP, CO, usw. Nach Chart wäre das aber tatsächlich A9, was von den kleinen A weit entfernt ist.

    Die 3bet mit KJ ist so im Chart nicht verzeichnet, damit ist meine Aussage 'standardmäßig' natürlich falsch. Ich will jedoch niemandem etwas einreden, wenn er einen Kicker looser openraised, was ja mittlerweile bei vielen Mode wird. Ich selbst spiele sehr tight und kann das Spielern auf dem Microlimit auch nur empfehlen.

    Es freut mich, dass Dir der Blog gefällt! Ich werde bei den zukünftigen Videos auf jeden Fall darauf achten, dass ich bei meinen Annahmen auf die Gegner nicht zu krass vom Chart abweiche.

    Beste Grüße
    Liverix

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  4. Hallo Erich

    Heute bin ich endlich dazu gekommen mir das zweite Video fertig anzusehen und es hat mir sehr gut gefallen, zu den Händen fällt mir jetzt eigentlich auch keine Frage ein. Das einzige was mir aufgefallen ist ........sollte man auf so niedrigen Limits wirklich schon über Purbluff nachdenken?

    Ach ja und was noch auffällt :) geht euer Hände Graph da gerade auf 0? Nein lasst euch nicht antreiben, ich finde sich 2000 Hände vornehmen schon bewundernswert, ich hab schon ernsthafte Schwierigkeiten wenn ich mir mal 1000 vornehme

    Macht weiter so
    LG
    Scrable

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  5. Hallo Scrable!

    Ob man auf niedrigen Limits Purebluffs macht oder nicht ist eine Sache, aber darüber nachzudenken eine ganz andere. Jeder muss für sich selbst entscheiden wann er 'bereit' ist ab und zu einen Purebluff in sein Spiel einzustreuen. Doch um darüber nachzudenken ist es wohl nie zu früh. Ich denke Purebluffs sind eine fantastische Sache, die in den richtigen Spots den Erwartungswert stark erhöhen können. Was mir an Purebluffs vor allem so gut gefällt: 1. Man kann ihren Erwartungswert recht gut berechnen. 2. Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit um sich intensiv mit Ranges auseinanderzusetzen.
    Wenn man auf einen guten Purebluff Spot stößt, der stark +EV ist, wieso sollte man ihn nicht nutzen? Ob man nun den Erwartungswert mit Valuebets, Bluffinduce oder Purebluffs erhöhet, ist der Bankroll letztendlich egal.

    Ich denke, dass die meisten erfolglosen Spieler auf den Limits um .5/1 scheitern, weil sie sich kaum Gedanken um ihr Spiel machen. Madehands betten/raisen sie, Draws callen sie und Trash folden sie. Es wird einfach nur die eigene Hand gespielt ohne sich Gedanken um die Range des Gegners zu machen. Soll man sich also Gedanken um Purebluffs machen? Ja, auf jeden Fall! Soll man sie in das eigene Spiel integrieren? Wenn man sich mit Purebluffs auseinander gesetzt hat, wird man immer wieder von ganz alleine auf Spots stoßen, die nach einem Purebluff schreien und man weiß, dass es ein großer Fehler wäre, hier einfach 'standardmäßig' zu folden.

    Beste Grüße
    Erich

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